Wie Unternehmen für Betonarbeiten mit Software im Zeitplan bleiben, wenn jede Betonage zählt

So verwenden Betonbauer Software, um den Zeitplan einzuhalten, wenn jede Betonage zählt

Für Unternehmen im Betonbau gibt es kein „Das korrigieren wir morgen“. Sobald der Beton gemischt ist, läuft die Zeit. Jede vorgelagerte Entscheidung, jedes übersehene Abstimmungsdetail und jeder veraltete Plan führen zu Verzögerungen, die pro Tag tausende Euro kosten und sich auf alle Gewerke im Projekt auswirken.

Software für Beton-Bauunternehmen schließt die Lücke zwischen der Planung im Büro und dem, was auf der Baustelle tatsächlich passiert. Doch nicht jede Lösung ist darauf ausgelegt, wie Beton-Bauteams tatsächlich arbeiten.

Dieser Leitfaden zeigt, warum Betonarbeiten auf Baustellen das zeitkritischste Gewerk sind, wo Zeitpläne in der Praxis scheitern und was Software leisten muss, damit Betonagen planmäßig laufen.

Darum geht es:

  • Die chemisch bedingten Zeitfenster von Beton, etwa 90 Minuten bis zur Entladung und 30 bis 45 Minuten bis zur Gefahr einer Kaltfuge, verlangen eine Abstimmung ohne Spielraum. Das gibt es in keinem anderen Gewerk.
  • Die häufigsten Ursachen für Verzögerungen sind veraltete Pläne auf der Baustelle, zu spät erkannte Konflikte in der Bewehrung und Lücken in der Gewerkeabfolge, die die Arbeiten stoppen, bevor die Betonmischer überhaupt ankommen.
  • Software für Betonbauer muss vor allem drei Dinge leisten: automatische Planversionskontrolle mit Offline-Zugriff, standortbezogene Aufgabenkoordination für konkrete Betonierabschnitte und Baustellendokumentation, die ohne doppelte Eingabe mit dem Büro synchronisiert wird.
  • Lösungen, die für die Arbeit auf der Baustelle und die mobile Nutzung unter rauen Bedingungen entwickelt wurden, werden besser angenommen und sparen messbar mehr Zeit als andere Software für Generalunternehmer.

Warum Betonarbeiten auf gewerblichen Baustellen so zeitkritisch sind

Kein anderes Gewerk steht so stark unter dem Druck unumkehrbarer chemischer Prozesse, des kritischen Pfads und der Abhängigkeiten nachfolgender Gewerke wie der Betonbau. Verzögert sich der Beton, verzögert sich alles, was danach kommt. Und wenn bei einer Betonage etwas schiefgeht, bedeutet die Korrektur meist Rückbau.

Die Chemie setzt eine harte Frist

Sobald das Zugabewasser auf den Zement trifft, läuft die Uhr. Ausgehend von Transportbeton als Richtwert wird Beton in der Regel innerhalb von 90 Minuten entladen, da eine typische Mischung bei rund 35 °C nach etwa 60 bis 120 Minuten zu erstarren beginnt. Bei Hitze und starkem Verkehr wird dieses Zeitfenster noch kleiner.

Und der wirklich kritische Zeitraum ist kürzer als 90 Minuten. In der Praxis bleiben nach dem Einbringen und Verdichten der ersten Lage etwa 30 bis 45 Minuten, um eine zweite Lage einzubringen, ohne eine Kaltfuge zu riskieren. Bei kleineren Stützen kann dieses Zeitfenster eher bei 30 Minuten liegen.

Dieser chemische Countdown beginnt in dem Moment, in dem der Beton gemischt wird, und hat kein Gegenstück in anderen Gewerken. Elektriker können einen Kabelzug unterbrechen, Installateure können ihre Arbeiten an einem Rohbau am nächsten Morgen fortsetzen. Beton bietet diese Flexibilität nicht. Deshalb ist jede vorgelagerte Verzögerung so teuer.

Jede Betonage hängt von Dutzenden Abstimmungspunkten ab

Die größere Herausforderung ist, dass der 90-Minuten-Timer nicht erst zu laufen beginnt, wenn der Beton auf der Baustelle eintrifft. Bevor der erste Betonmischer rückwärts einfährt, muss jedes Detail for der Betonage geprüft, freigegeben und erledigt sein.

Die meisten Teams arbeiten mit einer Prüfleitfaden und einer Checkliste. Zusammen decken sie mehr als ein Dutzend Vorbereitungspunkte ab, darunter:

  • Prüfung des Untergrunds
  • Kontrolle der Schalung
  • Bewehrungsabnahme
  • Abstimmung von Einbauteilen und Durchführungen mit den TGA-Gewerken
  • Bereitstellung von Ausrüstung (Pumpen, Rüttlern, Abziehbohlen sowie den erforderlichen Zugängen)
  • Koordination der Lieferungen sowie der Reihenfolge von Betonmischern und Pumpe
  • Überwachung von Umwelt- und Wetterbedingungen
  • Erforderliche Dokumentation und Freigabe durch die Bauüberwachung

Ein einziger offener Punkt kann die Betonage aufhalten. Und jeder dieser Prüfpunkte hängt davon ab, dass aktuelle, korrekte Informationen zur richtigen Zeit bei den richtigen Personen ankommen.

Informationsprobleme, die Betonagen verzögern

Die Chemie lässt keinen Spielraum, und Dutzende Prüfpunkte müssen geklärt sein, bevor der erste Betonmischer zurücksetzt. Die Frage ist daher nicht, ob Verzögerungen auftreten, sondern wodurch sie entstehen. Meist sind es falsche Pläne, fehlende Abstimmung oder Genehmigungen, die in irgendeinem Posteingang feststecken.

1. Wenn die falschen Pläne auf der Baustelle ankommen

Fehler in der Versionskontrolle gehören zu den häufigsten und teuersten Ursachen für Nacharbeiten im Bau. Wird Bewehrungsstahl nach einem überholten Plan abgerufen oder eingebaut, kann schon ein einzelner Terminverzug schnell mehrere zehntausend Euro pro Tag kosten, wenn man Arbeitszeit, Geräte und Störungen für nachfolgende Gewerke einrechnet.

Und der Schaden endet nicht mit der Betonage. TGA-Gewerke warten darauf, dass der Beton eingebracht ist, bevor sie ihre Arbeiten abschließen können. Kräne und Bedienpersonal stehen still oder müssen neu disponiert werden.

2. Wenn Aufgaben zwischen Gewerken untergehen

Selbst wenn die Pläne stimmen und alle Gewerke im Zeitplan liegen, können Betonagen ins Stocken geraten, weil die tägliche Abstimmung nicht funktioniert. Ein Polier weist einen Vorarbeiter an, vor dem Betonieren noch einmal einen Schalungsanker zu prüfen. Die Anweisung erfolgt mündlich, wird nicht dokumentiert und auch nicht nachverfolgt. Eine E-Mail-Kette zu einer Sperrung in einem bestimmten Betonierabschnitt geht in einem E-Mailverlauf mit zwölf anderen Themen unter, und niemand fühlt sich mehr verantwortlich.

Die richtige Information war irgendwo vorhanden. Sie erreichte aber nicht die richtige Person in einer Form, die nachvollziehbar, zuweisbar und mit der konkreten Stelle verknüpft war, an der die Arbeit stattfinden sollte. Auf einer Baustelle, auf der mehrere Gewerke in einem Betonierabschnitt zusammenkommen, kann eine solche Lücke die gesamte Abfolge stoppen.

3. Wenn papierbasierte Genehmigungen zum Bremsklotz werden

Papierbasierte Dokumentation bremst jeden Schritt aus. Wenn Projektinformationen in Ordnern, auf Klemmbrettern, in verstreuten Fotos und E-Mail-Threads liegen, verlieren Teams schon damit Zeit, das richtige Detail zu finden, die aktuelle Revision zu bestätigen oder nachzuweisen, was wann geprüft wurde.

Handschriftliche Baustellenprotokolle müssen übertragen werden. -Checklisten auf Klemmbrettern müssen gescannt oder erneut eingegeben werden. Genehmigungsketten per E-Mail schaffen Engpässe: Eine verzögerte Antwort kann die gesamte Betonierabfolge aufhalten.

Da die Betonprüfung bestanden sein muss, bevor die meisten nachfolgenden Bauarbeiten beginnen können, wirkt sich jede Verzögerung in der Dokumentation auf alle wartenden Gewerke aus.

So verwenden Beton-Bauunternehmen Software, um den Bauzeitenplan einzuhalten, wenn jede Betonage zählt

Was Software für Betonbauer tatsächlich leisten muss

Die drei genannten Schwachstellen, veraltete Pläne, nicht nachverfolgte Aufgaben und papiergebundene Dokumentation, sind die Stellen, an denen Betonagen in der Praxis stocken. Als Beton-Bauunternehmen brauchen Sie eine Software, die genau diese Probleme in einer einzigen, durchgängigen Anwendung löst.

1. Planmanagement, das die Baustelle auf dem aktuellen Stand hält

Eine automatische Planversionskontrolle mit Offline-Zugriff sorgt dafür, dass jede neue Revision auf allen Geräten auf der Baustelle verfügbar ist, ohne dass jemand E-Mails nachverfolgen oder Pläne neu ausdrucken muss.

Sie sollten einen überlagerten Planvergleich aufrufen können, auf dem die Änderungen zwischen zwei Revisionen genau sichtbar werden. So erkennt der Polier auf einen Blick, ob sich die Bewehrungsplanung auf Ebene drei geändert hat, bevor sein Team mit dem Binden der Bewehrung beginnt.

2. Aufgabenkoordination nach Ort, nicht nur nach Termin

Aktuelle Pläne lösen ein Problem. Die meisten Verzögerungen entstehen jedoch durch Zeitverluste mit Nachrichten, Sprachnachrichten und mündlichen Übergaben, die niemand nachverfolgt. Ein Polier weist auf ein Problem hin, aber es wird niemandem zugewiesen. Ein Punkt auf der Liste muss nachverfolgt werden, doch es ist nicht dokumentiert, wer dafür verantwortlich ist.

Jede Aufgabe sollte sichtbar, zuweisbar und mit dem genauen Arbeitsort verknüpft sein. So fällt zwischen Schichten oder Gewerken nichts unter den Tisch. Wenn ein Elektro-Subunternehmer einen Konflikt bei einem Einbauteil als Aufgabe im Plan markiert, sieht der Betonbau-Polier ihn, bevor sein Team mit dem Einbringen beginnt. Keine Serie von Telefonaten, keine E-Mail, die im Posteingang untergeht, keine verlorene Nachricht.

Fieldwire, eine mobil- und baustellenorientierte Plattform für Baustellenmanagement, die speziell für Gewerke und Fachunternehmen auf der Baustelle konzipiert wurde, löst dieses Problem, indem Teams Aufgaben direkt an Pläne anheften können. Außerdem lassen sich Aufgaben nach Betonierabschnitt, Ebene oder Bauteil gliedern. Push-Benachrichtigungen halten alle auf Kurs. Jede Aufgabe enthält eine vollständige Historie: wer zuständig war, wann sie aktualisiert wurde und ob sie erledigt ist.

3. Dokumentation, die mit der Betonage Schritt hält

Vor-Betonage-Prüfungen, Fotos vom Einbau, Nachbehandlungsprotokolle und Qualitätschecklisten müssen auf der Baustelle erfasst und im Büro verfügbar sein, ohne dass am Tagesende jemand Daten erneut eingeben muss.

Baustellenteams, die Fieldwire nutzen, können Fotos aufnehmen, Prüfungen abschließen und Aufgaben direkt über Smartphone oder Tablet aktualisieren, auch ohne Mobilfunkempfang. Sobald die Verbindung wiederhergestellt ist, wird alles automatisch synchronisiert.

Jede Aufgabe im System erhält einen Zeitstempel und eine vollständige Historie. So entsteht eine Dokumentationskette, die Sie bei der Abnahme absichert und Ihnen gegenüber dem Generalunternehmer den Rücken stärkt. Das ist ein erheblicher Fortschritt gegenüber handschriftlichen Notizen, die erst Stunden später übertragen werden. Dabei können Details verloren gehen und Streitigkeiten entstehen.

So bewerten Sie Software für Betonbauprojekte

Bevor Sie Software erwerben, sollten Sie klären, ob die Lösung wirklich für die Arbeitsweise Ihrer Teams entwickelt wurde. Diese Fragen sollten Sie stellen:

Funktioniert sie auf der Baustelle, nicht nur im Büro?

Funktionen, die im Büro gut aussehen, sind nicht unbedingt die, die auf der Baustelle zählen. Ihre Teams wollen nicht zu viele Menüs, zu viele Module oder zu viele Klicks für einfache Aufgaben. Wenn die Software kompliziert wirkt und die Baustellenteams ausbremst, greifen die Mitarbeiter wieder zu Nachrichten, E-Mails und Papier. Wenn ein Betonbauer die aktuelle Zeichnung mit Handschuhen und bei schlechtem Empfang nicht aufrufen kann, ist die Lösung nicht für Betonarbeiten gemacht.

Beherrscht sie die Komplexität gewerblicher Projekte, nicht nur Wohnungsbauprozesse?

Software für den Wohnungsbau ist für lineare Abläufe in einzelnen Gewerken ausgelegt. Fundamente, Bodenplatten und Zufahrten können sie problemlos abbilden. Was sie nicht abbilden können, ist die Komplexität einer gewerblichen Betonierabfolge: mehrgeschossige Tragwerksbetonagen mit Abhängigkeiten bei der Nachbehandlung, Rückwärtsplanung vom Betonagetermin über Bewehrungsfertigung und Genehmigungen, oder eine Umplanung in Echtzeit, wenn vorgelagerte Gewerke in Verzug geraten.

Für einen Betonbau-Subunternehmer, der an einem Hochhaus eine sechsmonatige Tragwerksphase steuert, ist eine Software von vornherein ungeeignet, wenn sie die Koordination über mehrere Ebenen und Gewerke hinweg nicht gleichzeitig abbilden kann.

Lässt sie sich in die Lösungen integrieren, die Ihr Generalunternehmer und Ihre Gewerke bereits nutzen?

Bei gewerblichen Projekten arbeitet Ihre Software nicht im luftleeren Raum. Planrevisionen müssen automatisch einfließen, Aufgabenaktualisierungen ohne doppelte Eingabe synchronisiert werden und die Dokumentation muss so bereitgestellt werden, dass sie den Anforderungen des Generalunternehmers entspricht.

Die wichtigsten Integrationen für Betonbau-Nachunternehmer sind die Synchronisierung mit Cloud-Speichern wie SharePoint, Google Drive, Box und Dropbox für automatische Planupdates, Schnittstellen zu Buchhaltungssystemen für die Kostenverfolgung sowie Exportfunktionen für Dokumentation in Formaten, die den Anforderungen des Generalunternehmers entsprechen.

Fieldwire unterstützt die Einweg-Synchronisierung mit Cloud-Speichern wie SharePoint und Google Drive. Wenn der Statiker eine überarbeitete Bewehrungsplanung hochlädt, ist sie vor Schichtbeginn auf dem Tablet Ihres Poliers.

Beton wartet nicht. Ihre Informationen sollten es auch nicht

Die richtige Software für Betonbauer beseitigt die Informationsengpässe, die Betonagen auf der Baustelle ins Stocken bringen.

Jede Betonage ist eine Frist, die sich nicht verschieben lässt: Die Bewehrung muss zum aktuellen Planstand passen, und die Bauüberwachung muss die Freigabe erteilen, bevor die Betonmischer anrollen. Wenn diese Schritte noch von Papierplänen, Telefonaten oder dem Gedächtnis einzelner Personen abhängen, werden Verzögerungen fast unvermeidlich und kosten mehrere zehntausend Euro pro Tag.

Fieldwire basiert auf drei Säulen: Planversionskontrolle, standortbezogenes Aufgabenmanagement und baustellentaugliche Dokumentation. So erhalten Betonbauer und Büromitarbeitende eine gemeinsame Echtzeitansicht der Informationen, die Betonagen im Zeitplan halten.

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Connor Pelan

Bevor ich zu Fieldwire kam, arbeitete ich bei Kiewit als Bauleiter. Dort unterstützte ich die Baustellenteams und stellte sicher, dass die Arbeiten den Plänen und Leistungsbeschreibungen entsprechend ausgeführt wurden. Später war ich als Qualitätsmanager in einem Betonfertigteilwerk tätig. Dort konzentrierte ich mich auf Betonprüfungen und die Entwicklung von Betonrezepturen. Zudem habe ich dafür gesorgt, dass unsere Produkte die Qualitäts- und Leistungsanforderungen erfüllten.

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