Vertrauen aufbauen und Risiken vermeiden: So nutzt Fieldwire KI im Bauwesen

Computer-Office-Projektmanagement

Bauteams nutzen KI im kleinen Umfang und auf praktischen Arten: beim Entwerfen von Informationsanfragen aus Baustellennotizen, beim Taggen von Baustellenfotos, beim sekundenschnellen Durchsuchen von Dokumenten oder beim Zusammenfassen von Tagesberichten. Diese Werkzeuge können helfen, Zeit und Arbeitsaufwand einzusparen. Diese Transformation bringt jedoch auch nachvollziehbare Bedenken mit sich.

Bauprojekte umfassen hochsensible Informationen: Projektpläne, Leistungsbeschreibungen, Budgets, Zeitpläne und Personaldaten. Gleichzeitig können KI-Systeme unvorhersehbare Ergebnisse liefern, wenn sie nicht sorgfältig entwickelt und trainiert werden, was Fragen rund um Genauigkeit, Sicherheit und Verantwortung aufwirft.

Bei Fieldwire sind wir davon überzeugt, dass KI Teams unterstützen sollte, ohne bei der Gewährleistung der höchsten Standards in Sachen Datenschutz, Zuverlässigkeit und Transparenz Zugeständnisse zu machen. Aus diesem Grund haben wir unseren KI-Ansatz rund um klare Prinzipien entwickelt, die sich speziell auf die Realitäten der Abläufe im Bauwesen beziehen.

Im Folgenden zeigen wir die bekanntesten Risiken durch KI im Bauwesen auf und stellen dar, wie Fieldwire darauf eingeht.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • KI kommt auf Baustellen bereits bei Informationsanfragen, Foto-Tagging und der Dokumentsuche zum Einsatz

  • Die Hauptrisiken beziehen sich auf Datenschutz, Genauigkeit, Sicherheit und fehlende Transparenz

  • Workflows im Bauwesen erfordern striktere Sicherheitsmaßnahmen als in den meisten anderen Branchen

  • KI sollte die Entscheidungsfindung unterstützen, die menschliche Einschätzung jedoch nicht ersetzen

  • Fieldwire entwickelt KI-Funktionen mit einem besonderen Augenmerk auf Datenschutz, Kontrolle und Zuverlässigkeit

KI auf der Baustelle Flex

Datenschutz: Sensible Projektinformationen schützen

Die größte Sorge rund um KI im Bauwesen bezieht sich auf Datenlecks. Projekte enthalten vertrauliche Dokumente, personenbezogene Daten sowie geschäfts- und unternehmenskritische Einblicke, die niemals an die Öffentlichkeit, an Dritte oder gar an andere Kunden weitergegeben werden dürfen. Bekannte Risiken:

  • Veröffentlichung privater Kundendateien, darunter Pläne und Leistungsbeschreibungen

  • Veröffentlichung personenbezogener Daten (PII)

  • Versehentliches projekt- oder kontenübergreifendes Teilen von Daten

Fieldwire verfolgt das Ziel, das Risiko gleich an der Quelle zu begrenzen. KI-Funktionen greifen nur auf die Mindestmenge an Daten zu, die für eine bestimmte Aufgabe erforderlich sind. So wird beispielsweise nur der derzeit entworfene Text verarbeitet. Die Dokumentsuche bleibt dabei auf Daten innerhalb desselben Projekts beschränkt.

Daten werden ohne die vorherige ausdrückliche Genehmigung niemals zum Trainieren von Modellen verwendet. Zudem werden Informationen bei Bedarf anonymisiert, um die Offenlegung von Einzelpersonen, Orten oder Kunden zu verhindern. Dazu gehört auch das Ausblenden sensibler Inhalte, wie eindeutig identifizierbarer Bereiche oder organisationsspezifischer Details in Dokumenten.

Projektdaten bleiben auf jeder Ebene isoliert. Dies gewährleistet, dass Informationen über einen Kunden oder ein Projekt niemals gegenüber unberechtigten Empfängern veröffentlicht werden.

Weitere Einblicke zu KI im Bauwesen erhalten Sie in dem folgenden Blog-Beitrag: KI im Bauwesen: Wissenswertes zu den wahren Auswirkungen auf der Baustelle

Zuverlässigkeit und Genauigkeit: Halluzinationen verhindern und das Risiko kostspieliger Fehler verringern

KI-Systeme können Ergebnisse generieren, die zuverlässig wirken, jedoch falsch sein. Dieses Phänomen wird häufig als Halluzination bezeichnet. Im Bauwesen können selbst die kleinsten Ungenauigkeiten zu Nacharbeiten, Verzögerungen oder Auswirkungen auf das Budget führen.

Daher legt Fieldwire den Fokus auf strikte Evaluation oder Validierung. KI-Ergebnisse werden vor ihrer Anwendung entsprechend definierter Genauigkeits-Benchmarks getestet. Die Funktionen basieren auf Zuverlässigkeits-Schwellenwerten. Dies bedeutet, dass Ergebnisse nur dann angezeigt werden, wenn sie eine bestimmte Zuverlässigkeit erreichen. Foto-Tags werden beispielsweise nur dann angewendet, wenn das System auf Basis getesteter Datensätze einen hohen Zuverlässigkeitswert erreicht.

Genauso wichtig ist es, dass KI-Ergebnisse eindeutig als Vorschläge gekennzeichnet werden. Nutzer sollten die Ergebnisse zunächst überprüfen und validieren, bevor sie sie verwenden. Das Ziel besteht darin, den manuellen Aufwand zu reduzieren, ohne die menschliche Kontrolle abzugeben.

Sicherheit: Schutz vor böswilliger Nutzung

Abgesehen von zufälligen, unbeabsichtigten Fehlern können KI-Systeme von böswilligen Nutzern ins Visier genommen werden, die versuchen, Ergebnisse zu manipulieren, auf versteckte Daten zuzugreifen oder ungewünschte Aktionen auszulösen. Diese Risiken kommen insbesondere in Umgebungen wie dem Bauwesen zum Tragen, in denen Zusammenarbeit elementar ist und in denen mehrere Projektbeteiligte mit gemeinsam genutzten Daten arbeiten.

Fieldwire geht dieses Problem an, indem die Art der Verwendung von KI-Systemen eingeschränkt wird. Eingaben werden gefiltert und bereinigt, um unsichere oder irrelevante Anfragen zu verhindern. Außerdem werden Prompts beschränkt, um das Risiko einer Manipulation zu verringern. Jede KI-Anfrage wird isoliert ausgeführt, ohne dass vorherige Interaktionen gespeichert werden.

Außerdem wird der Zugriff auf Daten streng kontrolliert. KI-Systeme rufen nur den für eine bestimmte Aufgabe erforderlichen Kontext ab, in der Regel auf Projektebene und niemals kundenübergreifend. Diese Sicherheitsmaßnahmen werden durch externe Sicherheitsüberprüfungen und kontrollierte Trainingsdatensätze verstärkt, die auf Anwendungsfälle im Bauwesen ausgerichtet sind.

Fieldwire: KI auf der Baustelle

Transparenz und Erklärbarkeit: KI-Ergebnisse überprüfbar gestalten

Eine große Herausforderung bei KI ist das Problem der so genannten Blackbox. Bei diesem Phänomen produzieren Systeme Antworten, ohne zu erläutern, wie oder warum sie zu diesem Schluss gekommen sind. Dies kann dazu führen, dass Nutzer Vorschlägen auch dann blind folgen, wenn sie nicht in den Projektkontext passen. Im Bauwesen kann diese fehlende Klarheit zu ungerechtfertigtem Vertrauen oder falschen Entscheidungen führen.

Fieldwire priorisiert Transparenz. KI-Funktionen rufen vor dem Generieren von Ergebnissen relevante Projektdaten ab, und die zugrunde liegenden Informationen werden nach Möglichkeit direkt auf der Benutzeroberfläche angezeigt. Dazu gehören u. U. spezifische Pläne, Aufgaben oder Dokumente, die zum Generieren einer Antwort verwendet werden.

Indem die Informationsquelle sichtbar gemacht wird (z. B. durch das Anzeigen der genauen Aufgaben, Pläne oder Dateien, auf die sich die Ergebnisse beziehen), können Teams schnell überprüfen, ob das angezeigte Ergebnis mit dem Projektkontext übereinstimmt.

Governance und Verantwortung: Kontrolle beim Menschen belassen

KI kann im Handumdrehen Inhalte generieren. Die finale Verantwortung für Entscheidungen muss jedoch klar definiert sein. Ohne die richtigen Sicherheitsmaßnahmen besteht das Risiko, dass Nutzer zu stark auf automatisierte Ergebnisse vertrauen oder dass Aktionen ohne ausreichende Validierung ausgeführt werden.

Fieldwire setzt hierbei eine klare Grenze: KI unterstützt, doch die Nutzer entscheiden. Alle KI-generierten Inhalte sind eindeutig gekennzeichnet, und kein Schritt wird final abgeschlossen, ohne dass der Nutzer ihn überprüft, bearbeitet und genehmigt hat. Handlungen werden immer durch Nutzer eingeleitet, niemals durch das System.

Auf diese Weise bleiben die Menschen in der Verantwortung, die ein Projekt verwalten.

Verzerrung: Gewährleisten, dass KI für jede einzelne Rolle auf der Baustelle funktioniert

KI-Systeme spiegeln die Daten wieder, mit denen sie trainiert wurden. Im Bauwesen kann dies zu Ergebnissen führen, die für bestimmte Rollen eine größere Relevanz haben, z. B. für Generalunternehmer. Für Subunternehmer oder Fachgewerke fällt der Nutzen jedoch möglicherweise geringer aus.

Um dieses Problem zu minimieren, nutzt Fieldwire diverse Datensätze, die einen großen Bereich von Projekttypen und -rollen abdecken. Ergebnisse werden kontinuierlich bewertet, um zu gewährleisten, dass sie für die verschiedenen Nutzer und Workflows relevant bleiben.

Dieser Ansatz ermöglicht technische Genauigkeit und praktische Nutzbarkeit für alle Projektbeteiligten.

Eine KI-Umgebung aufbauen, der Teams im Bauwesen vertrauen

KI verfügt über enormes Potenzial dabei, Produktivität zu fördern, manuelle Arbeit zu verringern und Einblicke zu Tage zu fördern, die in der Vergangenheit nur mit großer Mühe und hohem Zeitaufwand erreichbar waren. In einer Branche, in der Präzision, Sicherheit und Zuverlässigkeit oberste Priorität haben, muss diese Innovation mit großer Verantwortung entwickelt werden.

Eine verantwortlicher Ansatz bei KI muss mehr als nur Leistung berücksichtigen. Er erfordert klare Grenzen bezüglich der Daten, starke Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor Fehlern und Missbrauch sowie Transparenz bei der Generierung von Ergebnissen.

Bei Fieldwire basiert dieser Ansatz auf einigen Kernprinzipien: Datenveröffentlichung einschränken, Ergebnisse validieren, bevor sie die Nutzer erreichen, Systemsicherheit aufrechterhalten und die finale Kontrolle der Menschen über die Entscheidungen gewährleisten.

Wenn Teams in Umgebungen mit eingeschränkter Nutzung von KI arbeiten, können diese Funktionen auf Kontoebene deaktiviert werden. So können Unternehmen neue Funktionen einführen und das Tempo dabei selbst bestimmen.

Indem wir diese Bedenken proaktiv angehen, entwickeln wir eine KI, der Fachleute im Bauwesen vertrauen können. Diese Werkzeuge automatisieren Aufgaben nicht nur, sondern unterstützen Teams dabei, jeden Tag intelligenter, sicherer und effizienter zu bauen.

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Häufig gestellte Fragen zu KI im Bauwesen


Patrick Irlande is the Head of Technology at Fieldwire, where he leads the company's technology strategy and platform architecture. Since joining Fieldwire in 2022, Patrick has played a key role in building scalable, reliable systems that enable rapid product innovation and long-term growth. Prior to Fieldwire, he held senior engineering roles, leading distributed teams and delivering complex backend and mobile solutions with a strong focus on the needs of users in the field.

Patrick Irlande

Patrick Irlande ist Technologieleiter bei Fieldwire. Dort ist er zuständig für die Technologiestrategie und die Plattformarchitektur des Unternehmens. Irlande kam im Jahr 2022 zu Fieldwire und ist seither zuständig für den Aufbau skalierbarer, zuverlässiger Systeme, die eine schnelle Produktinnovation und langfristiges Wachstum ermöglichen. Bevor er zu Fieldwire kam, war er in diversen Senior-Engineering-Rollen tätig, führte verteilte Teams und stellte komplexe Backend- und Mobile-Lösungen mit einem starken Fokus auf die Anforderungen der Nutzer auf Baustellen bereit.

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